Wissenswertes über die Stadtteile

 

Ostheim

Ostheim von oben
© Raimond Spekking / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)
Die bereits im Mittelalter erwähnte östliche Heimstätte vergrößerte sich in mehreren Erweiterungsstufen. Vor allem sind hier zu nennen der Buchheimer Weg als Ausbunkerungsprogramm von Konrad –Adenauer in den 50er Jahren, die Großraumsiedlung als bevorzugte Wohnlage in den 70er Jahren. Südlich der Ostheimer Str. Entstand rund um die Saarbrücker Str. die erste Einfamilienhaussiedlung, die in den fünfziger weiter ausgebaut wurde. Im Jahr 2018 wurde Ostheim der Neubau des Waldbadvierteles, ein Quartier für ca. 2500 Bürgerinnen und Bürger, beendet und eingeweiht.

Neubrück

Blick vom DOW über Neubrück
1965 wurde der Grundstein für die Konrad-Adenauer-Siedlung als autarke, mittelstandorientierte Wohn- und Schlafvorstadt gelegt. Die DEWOG war Bauherr der Siedlung. Besondere Kennzeichen sind die dichte Hochbebauung entlang einer Fußgängerzone, die bis heute ein verkehrsberuhigtes Zentrum mit großem Marktplatz darstellt. Eine Einfamilienhaus- und Bungalow-Siedlung schließt sich an. Durch Privatisierung der Liegenschaften im Bundesbesitz übernahmen nicht nur große Wohnungsunternehmen einen großen Teil der ehem. Post- und Bundeswehrwohnungen, sondern auch viele Privateigentümer nutzten diese Chance. Als sichtbares Projekt soll der Markplatz bins 2021 neu gestaltet, hierzu wurden von der Stadt Köln im Dezember 2018 die Antrage auf Städtebauförderung beim Land NRW gestellt.

Infrastruktur: Schulen, Kitas, Einzelhandel, Gewerbe

Pädagogisches Zentrum Ostheim

• 7 Schulen (4 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1, Realschule, 1 Gymnasium)
• 17 Kitas,  u3 Betreuungsangebot "Spatzennest" sowie mehrere Eltern-Kind-Gruppen
• 5 Jugendeinrichtungen
• Einzelhandel mit 5 Supermärkten sowie mehrere Spezialitätengeschäfte
• größter Arbeitgeber: DeutschOrdenswohnstift

Besonderheiten im Sozialraumgebiet

  

Preußischer Meilenstein

"Meil"-Stein in Ostheim

Auch wenn Ostheim bereits im 12. Jahrhundert bereits namentlich erwähnt wird, ist die Geschichte des Stadtteils an nur wenigen Punkten sichtbar. Ein öffentlichen Denkmal stellt der Meilenstein auf der Frankfurter Straße an der Einmündung Bensheimer Straße dar. Dieser wurde 1818 gesetzt. Dabei handelt es sich aber nicht um die uns heute bekannte Größe einer Meile von ca. 1,6 km, sondern um die Preußische Meile mit ca 7,5 km. Somit passt dann auch die Inschrift: "Cöln 1 Meil"

siehe hierzu auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Ostheim_(Köln)

Stadtteilbibliothek Neubrück

Stadtteilbibliothek Neubrück

Neubrück ist einer der wenigen Kölner Stadtteile, die noch eine eigene Stadtteilbibliothek haben. Hierfür wurde in den vergangenen Jahren mehrfach gestritten. Unterschriftenaktionen konnten erfolgreich genutzt werden, dass geplante Schließungen zurückgenommen wurden. Insbesondere fördert die Bibliothek Kinder. Regelmäßige Veranstaltungen mit den Neubrücker Grundschulen und Kindergärten machen Kinder Lust auf Bücher und Lesen, dazu gehören auch mehrsprachige Vorleseangebote. Darüber hinaus bietet die Bibliothek mit dem monatlichen Literaturkreis ein Angebot für Erwachsene in Neubrück. Die Stadtteilbibliothek stellt inzwischen gemeinsam mit den Angeboten des "Treff im Pavillon" das kulturelle Zentrum von Neubrück dar. 

Markt Neubrück

Neubrücker Markt am Donnerstag

Donnerstags ist Markt auf dem Platz An St. Adelheid - und dieses nicht nur für die Neubrücker.  Viele Besucher kommen regelmäßig aus den umliegenden Stadtteilen, alle schätzen das umfangreiche Angebot und die tolle Atmosphäre. Auf einem der größten Marktplätze in Köln findet der Besucher eine große Auswahl an Angeboten des täglichen Lebens. Mehrere Obst- und Gemüsehändler, Händler für Fleisch- und Wurstwaren, Backwaren, Geflügel und Fisch sind genauso vertreten wie Stände für Bekleidung, Uhrenbedarf und Haushaltswaren … Nicht zu vergessen ist das große saisonale Blumenangebot. Auch der kleine Hunger kann mit Reibekuchen, Backfisch und Grillhähnchen bedient werden.

Grüne Häuser mit Knick

Siedlung Buchheimer Weg

Mit dem Neubau der Siedlung "Buchheimer Weg" hat die Wohnungsgesellschaft GAG ein Highlight in der Kölner Siedlungsarchitektur geschaffen. Der in den 50-Jahren mit einfachsten Mitteln geschaffene Wohnraum war in die Jahre gekommen. Zu Beginn der 2000-Jahre wurde die alte Bebauung abgerissen und bis 2012 erneuert. Dabei wurde nach Möglichkeiten gesucht, die geradlinige Zeilenbauung von Wohnsiedlungen zu durchbrechen. Dieses ist mit den "Häusern mit Knick" gelungen. Die Siedlung hat mehrere Preise gewonnen, darunter der deutsche Bauherrenpreis 2012. Nähre Informationen finden sie unter:

https://www.gag-koeln.de/die-gag/wohnen-mit-der-gag/unsere-objekte/wohnfuhlobjekte/siedlung-buchheimer-weg/

https://www.competitionline.com/de/projekte/47521

https://www.koelnarchitektur.de/pages/de/home/news_archiv/2516.htm

Umspannwerk

Umspannwerk Ostheim

Das ehemalige Dampfkraftwerk aus dem Jahr 1904 ist das einzige Zeugnis von Industriekultur in Ostheim. Heute dient das Gebäude der Stromeinspeisung in das Kölner Stadtbahnnetz. Darüber bietet der Jugendstilbau auch Raum für Künstlerateliers. So arbeitet seit über 30 Jahren hier der zeitgenössische Videokünstler Marcel Odenbach.

Die Besonderheit des Hauses ist aber das Kölner Wappen im östlichen Giebel. Dieses zeigt anstatt der "elf Tropfen" in Erinnerung an Ursula und ihre 11(000) Jungfrauen fälschlicher  Weise zwölf Tropfen. Da das Gebäude denkmalgeschützt ist, ist es offiziell ein konversierter Fehler.